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    Startup-News – 4. September 2020

    4. September 2020

4. September 2020

Startup-News – 4. September 2020

Telekom besiegt Pinkbus im Farbstreit, Tesla verkauft weitere Aktien und der TikTok-Verkauf geht in die heiße Phase.

#Top Story

Der Lack muss ab: Telekom besiegt Pinkbus
Bereits im Dezember letzten Jahres reichte die Telekom eine einstweilige Verfügung gegen Pinkbus ein, bei der es sich um die Logo- und Flotten-Farbe des nachhaltigen Fernreiseanbieters drehte: diese sei zu nah am Magenta-Ton des Telekommunikationsgiganten. Dieser begründete die Beschwerde mit der Verwechslungsgefahr der auffälligen Farbe, die sich die Telekom bereits 1995 schützen lassen hat und Herzstück der Marke ist.
Für das Kölner Startup stehen nun neben der Belastungen der Corona-Krise schwer ins Geld gehende Umgestaltungsmaßnahmen an. Die Umlackierung eines Busses kostet das junge Unternehmen 10.000 Euro, berichtete der Geschäftsführer Christian Höber. Auf den sozialen Kanälen und der Webseite ist die Farbe bereits auf einen violetten Ton geändert worden.
Pinkbus ist nicht das erste Jungunternehmen, das von der Telekom gebremst wurde. Auch das amerikanische Insur-Tech Lemonade verlor im letzten Jahr mit der pinken Farbe seines Logos gegen den Konzern und änderte seinen Auftritt. gruenderszene.de 

#News

Tesla verkauft weitere Aktien
Tesla will ein Stück vom Geld-Kuchen und verkauft nun seine Aktien im Wert von rund 5 Milliarden US-Dollar (rund 1 Prozent). Mit der Finanzspritze soll der Autohersteller seine Bilanz stärken und vorhandene Schulden abbauen wollen. Das Marktkapital von Tesla belaufe sich momentan auf 460 Milliarden US-Dollar. Seit der Ankündigung des Aktiensplits Anfang August stieg die Aktie um 81 Prozent. t3n.de

Oculus: VR-Brillen-Verkauf gestoppt
Nachdem Facebook den VR-Brillen-Hersteller Oculus 2014 gekauft hatte, stand nun die Verknüpfung dieser mit Facebook-Profilen für die Nutzung verschiedener Features an. Allerdings gestalte sich die Kopplung aufgrund der Datenschutzverordnung als äußerst schwierig. Laut Welt sei dies der Grund für den Verkaufsstop der VR-Brillen. Da Oculus seinen Sitz in Hamburg hat und die Europa-Zentrale Facebooks in Irland liegt, muss zunächst eine Entscheidung der Zuständigkeit getroffen werden. stern.de

Heiße Phase beim Verkauf TikToks
Trumps Deadline zum Verkauf der chinesischen Plattform endet Mitte September. Chinesische Regularien erschwerten jedoch kürzlich den Verkauf von TikTok, dessen Verkaufspreis zwischen 20 und 30 Milliarden US-Dollar liegen soll. Nun stehen vier Übernahmeoptionen ohne Algorithmus zur Wahl, bei denen Triller am besten abschneiden würde. Die Konkurrenz sei am Branding und nicht am Algorithmus von TikTok interessiert. onlinemarketing.de

Schwarmfinanzierungen werden vereinfacht
Ab Herbst soll eine neue EU-Verordnung zu Crowdfunding auf den Plan kommen, welche die beliebten Finanzierungen von Immobilien, besonderen Projekten oder Unternehmen durch Schwarmanleger erleichtern soll. So bestehe die Möglichkeit, dass Banken als Zwischenglied bei der Regulierung vom Crowdlending ausfallen. Der Verzicht bringt damit auch die Einsparung hoher Transaktionskosten mit sich. handelsblatt.com

Wall Street will Startups anziehen
Mit neuen IPO-Regelungen will die Wall Street nun die Flaute durch die Corona-Krise ausgleichen und mehr Tech-Startups anlocken, die sich vor einem teuren und komplizierten Börsengang zuletzt eher zurückgehalten haben. Mit einer Direktplatzierung nicht nur für Investoren, sondern auch für Unternehmen selbst soll das Börsenparkett interessanter werden. Eine Entscheidung durch die Börsenaufsicht könnte sich laut Beobachtern allerdings noch Monate hinziehen. t3n.de

Krypto-Stadt Akon City nimmt Gestalt an
Vor zwei Jahren erwähnte der RnB-Sänger Akon erstmals seine Pläne von einer Krypto-Stadt im Senegal, die zur Versorgung der Menschen mit Jobs in der Region beitragen soll. Bereits zwei Milliarden US-Dollar sollen für das Projekt, das auf der Kryptowährung Akoin basieren soll, aufgebracht worden sein. Der Bau der nach afrikanischen Dörfern inspirierten Stadt aus Glas und Metall soll nächstes Jahr beginnen und 2029 abgeschlossen sein und bei Erfolg ein internationales Franchise werden. btc-echo.de

NSA-Telefonüberwachung gesetzeswidrig
Sieben Jahre nachdem Edward Snowden die Beweise zur Telefonabhörung durch die NSA veröffentlichte und ins Exil nach Russland ging, steht nun fest: die NSA handelte mit der Spionage sowohl verfassungs- als auch gesetzeswidrig. Dies entschied nun das US-Bundesberufungsgericht. Snowden kommentiert über Twitter, dass er sich durch das Urteil anerkannt fühle. futurezone.at

Rose Bikes wird zum Marktplatz
Der erfolgreiche Fahrrad- und Zubehör-Hersteller Rose Bikes aus Nordrhein-Westfalen will seinen Online-Shop zu einem Marktplatz ausbauen, auf dem eine Erlebnis- und Service-Welt entstehen soll. So soll ein Austausch zwischen Experten und Kunden geschaffen werden. Mit zukünftig 75.000 Produkten will das Traditionsunternehmen weiter expandieren. Im letzten Jahr gab es 13,5 Millionen Zugriffe der Webseite und steigerte den Umsatz insgesamt um 80 Prozent auf 102 Millionen Euro. Unterstützung in der digitalen Wandlung bekommt Rose Bikes vom Hamburger Softwareentwickler Roqqio. onlinehaendler-news.de

#Investments

Seed-Finanzierung für Phantasma Labs
Das Berliner Startup Phantasma Lab sammelte die Seed-Finanzierung zur Produktentwicklung und den Teamausbau ein. Das DeepTech-Unternehmen entwickelt Software zur Simulation des Verhaltens von Menschen im Straßenverkehr. Die virtuellen Szenarien werden wiederum für Algorithmen autonomer Fahrzeuge verwendet, sodass diese datenbasiert entsprechend navigieren. In das 2018 gegründete Startup investierten u.a. APEX Ventures und signals VC, Wi Ventures und weitere Business Angels. starting-up.de

E-Commerce-Plattform Moteefe sammelt 9,2 Millionen Euro
Das 2015 gegründete Startup Moteefe bietet Einzelhändlern eine End-to-End E-Commerce-Plattform für maßgeschneiderte Produkte. Bereits 5.000 Händler nutzten das Ganze oder Teile des Angebots des britischen Startups. Investiert haben BGF unter Beteiligung von Bestandsinvestoren Gresham House Ventures und Force Over Mass Capital. eu-startups.com

93 Millionen Euro für Climeworks
Das Zürcher Startup Climeworks steht für die Befreiung der Luft von CO2: mithilfe von Filteranlagen und dem Direct-Air-Capture Verfahren soll Umgebungsluft gefiltert, sauber wieder abgegeben und die Erderwärmung ausgebremst werden. Diese Idee überzeugte private Investoren, die 93 Millionen Euro in das 2009 gegründete Unternehmen investierten. Mit Audi kooperiert Climeworks bereits, auch Leonardo DiCaprio und Greta Thunberg lenken die öffentliche Aufmerksamkeit auf die Technologie. gruenderszene.de

 

Foto: Christian Höber, Tino Engelmann / Pinkbus

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