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    Startup-News – 26. Juni 2020

    26. Juni 2020

26. Juni 2020

Startup-News – 26. Juni 2020

Wirecard meldet Konkurs an, immer mehr Deutsche nutzen Smartphones zum Spielen und Google plant Kooperationen mit Zeitungsverlagen.

#Top Story

Zahlungsdienstleister Wirecard meldet Insolvenz an
Der Skandal wird immer skandalöser: Nachdem sich der Zahlungsdienstleister Wirecard seit letzter Woche in mögliche Vorwürfe wegen Unstimmigkeiten in seinen Bilanzen verstrickt sieht, will das Unternehmen jetzt Insolvenz wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung anmelden. Derzeit werde hausintern noch geprüft, ob auch für die Tochterunternehmen von Wirecard Konkurs angemeldet werden müsse. Ausgelöst wurde der Skandal über durch fehlende Buchungsbelege für insgesamt 1,9 Milliarden Euro und drohende Kündigungen von Bürgschaften durch Gläubigerbanken. Besonders dramatisch ist der Kursfall der Wirecard-Aktie, welche 60 Minuten vom Handel ausgeschlossen worden war. Bei Wiederaufnahme des Handels wurde sie nur noch mit 2,50 Euro gehandelt und geht mit 98% Kursverfall seit letzter Woche in einen rekordverdächtigen Sturzflug. Auch der Vorstand von Wirecard bleibt nicht unbeschadet: Der bereits zurückgetretene Vorstandschef Braun war vorübergehend in Untersuchungshaft, wurde aber auf Kaution entlassen. welt.de

#News

Deutsche zocken am liebsten auf Smartphones
Das Spielen auf Smartphones ist die liebste Spieleart der Deutschen, wie das Marktforschungsunternehmen GfK in einem jährlichen Bericht veröffentlichte. Auch dieses Jahr bleibt das Smartphone die beliebteste Spieleplattform der Deutschen. Mit 19,5 Mio. Nutzern insgesamt nutzen ca. 900.000 mehr Menschen das Smartphone zum Spielen als in 2018. Zum Vergleich: Einen “normalen” PC nutzten nur 16,3 Mio. Menschen. Auch hier konnte ein Aufwärtstrend beobachtet werden. Einen leichten Rückgang gab es lediglich bei der Konsolennutzung. it-times.de

Erstmalige Kooperation zwischen Google und Zeitungsverlagen
Erstmalig in der Geschichte will der US-amerikanische Konzern Google mit Zeitungsverlagen Lizenzverträge abschließen und journalistische Inhalte von Zeitungsverlagen präsentieren. Geplant ist die Darstellung der Inhalte in Google-Formaten wie Google News oder Google Discover. Für involvierte Zeitungen erhöht sich die Erreichbarkeit ihrer Inhalte. Geplant ist es, das Programm weltweit auszurollen. Erste Anläufe werden in Deutschland, Australien und Brasilien gewagt. Hierzulande sind erste Partner die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” und “Der Spiegel”. handelsblatt.com

Connect Ventures kündigt neuen Fond für produktbezogene Startups an
Der britische Investor Connect Ventures hat einen neuen Fond in einer Höher von 71 Mio. Euro angekündigt, der produktbezogene Startups aus der Seed-Phase zur Verfügung stehen soll. Insgesamt ist dies der dritte in dieser Form aufgelegte Fond, an dem sich auch andere Venture Capital-Gesellschaften wie Top Tier Capital Partners, Isomer Capital oder British Patient Capital u.a. beteiligen. Themenschwerpunkte sind Fintech, Health und Future of Work. Startups wie Parentalist oder Emma erhielten erste Zusagen aus dem Fund. eu-startups.com

Julien Assange: Erneut angeklagt von US-Justiz
Wikileaks-Gründer Julien Assange muss sich auf eine neue Anklage der US-Justizbehörde einstellen. Diese umfasst – wie bei der vorherigen Klage auch – insgesamt 18 Anklagepunkte. Unter anderem wird ihm die Rekrutierung von Hackern für Wikileaks vorgeworfen, ebenso wie Unterstützung der Whistleblowerin Chelsea Manning beim Veröffentlichen von geheimen US-Militärdokumenten. Assange hatte sich 2012 erstmals der Verhaftung entzogen, indem er nach London geflüchtet war, damals wegen eines schwedischen Haftbefehls. Im April 2019 wurde er dann von der Britischen Polizei beim Verlassen der Botschaft festgenommen. Aktuell sitzt er in britischer Haft und soll in die USA ausgeliefert werden. com-magazin.de

Neues Urheberrecht: Bundesregierung verzichtet auf Uploadfilter
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht kündigte konkrete maßnahmen zur Umsetzung der neuen EU-Urheberrichtlinie an. Nach Lambrecht sollen SocialMedia-Seiten und Videoanbieter wie Youtube weiterhin ohne Uploadfilter auskommen. Hintergrund der neuen Urheberrichtlinie ist eine Anpassung dieser auch an digitale Inhalte, was gerade bei jüngeren Menschen auf Protest stieß. Insbesondere Künstler sehen sich gefährdet. Die Regierung will anstelle von Uploadfiltern auf eine explizite Einwilligungserklärung und Kennzeichnung als Nachahmung/Parodie setzen. wuv.de

Sonos wirtschaftlich angeschlagen
Der Musiksysteme-Anbieter Sonos hat unter der allgemeinen wirtschaftlichen Lage zu leiden und zieht erste Konsequenzen. Nach Umsatzeinbrüchen in den letzten Monaten werden jetzt erste Mitarbeiter entlassen und Büros geschlossen, darunter auch ein Showroom in Soho. Alle entlassenen Mitarbeiter werden in der Übergangszeit unterstützt. Sonos-Chef Patrick Spence selbst will auch sein Gehalt kürzen. stadt-bremerhaven.de

Qualitätsstudie deckt Mängel bei Teslaautos auf
Die Studie mit dem Namen J. D. Power 2020 Initial Quality Study untersucht jährlich die Qualität von auf den Markt kommenden Neuwagen, indem sie Probleme in Kundenbefragungen ermittelt. Ein Vergleich von Elektroautos zeigte dabei, dass Tesla aktuell große Mängel bei seinen Autos aufweist. Der schon fast gehypte Hersteller landete auf dem letzten Platz. Kia und Dodge schnitten am besten ab. Häufigste Probleme bei Tesla gebe es mit der Karosserie: Lackschäden, schlechte Spaltmaße oder quietschende Bauteile. futurezone.de

Zalando im Kampf gegen Rassismus und Diskriminierung
Im Zuge der in letzter Zeit gegen Zalando erhobenen Rassismus-Vorwürfe in der Unternehmenspolitik hat das Modeunternehmen nun eigene Schritte unternommen und eine externe Rechtsanwaltskanzlei mit einer internen Studie zu dem Thema beauftragt. Ursprünglich hatte Ex-Konzernchef Torres Vorwürfe gegenüber Zalando geäußert, vorzugsweise auf den Einsatz “weißer” Models gesetzt hätte. Zalando bestreitet die Vorwürfe und verweist Diversität in der Unternehmenspolitik, ein aktives Compliance Team und einen anonymen Whistleblower-Bot. businessinsider.de

Große Datenkonzerne zur Veröffentlichung zwingen
Wissenschaftler der Universität Amsterdam haben in einer Studie ermittelt, dass die europäische Datenschutzverordnung kein Grund für Tech-Unternehmen wie Facebook & Co. ist, nicht ihre großen Datenschätze offenlegen zu müssen. In der Studie wird ein Modell ähnlich der Veröffentlichung von Gesundheitsdaten oder Bankdaten vorgeschlagen mit dem Hinweis, die Datenveröffentlichung ab einer gewissen Firmengröße verpflichtend zu machen. Erstmals aufgekommen war die Diskussion bei der Untersuchung von Beeinflussungsversuchen der US-Wahlen durch Russland in 2016. Facebook wollte Wissenschaftlern Datensätze zur Analyse zur Verfügung stellen, das Projekt schlug aber fehl. spiegel.de

#Investments

Seed-Finanzierung für Farminsect
Das frisch gegründete Agritech-Startup Farminsect aus München konnte drei Business Agels überzeugen und startet mit neuem Kapital in sechsstelliger Höhe weiter durch. Das Unternhmen bietet mit seiner IT-Plattform die Möglichkeit zur kostenreduzierten Tierfutterproduktion mittels Insektenzüchtung an. Auf dem Plan steht die erste kommerzielle Anlage, die in Bayern bei einem Aquakultur-Betrieb aufgebaut werden soll. munich-startup.de

Senodis schließt erste Finanzierungsrunde ab
Mit seinem Ceracode-Kennzeichnungskonzept entwickelte das Tech-Startup einen digitalen Fingerabdruck zur Nachverfolgung von Metallbauteilen. Durch die Kennzeichnung mithilfe keramischer Leuchtmittel ist die Herkunft der Bauteile nachweisbar. Das 2018 gegründete Startup aus Dresden erhält das Investment vom Fraunhofer-Technologie-Transfer Fonds. startup-mitteldeutschland.de

Intigriti sahnt 4 Millionen Euro ab
Das Cyber-Sicherheitunternehmen konnte in der A-Serie 4,1 Millionen Euro von ETF-Partner einsammeln. Die 2016 gegründete Firma verbindet ethische Hacker mit Organisationen, um deren Sicherheit zu testen und sichern. Das Belgier Startup wendet sich damit nun der internationalen Expansion zu. eu-startups.com

Series A-Finanzierung: 4 Millionen Euro für FireStart
Paul Achleitner, Aufsichtsrat der Deutschen Bank, Charles Songhurst, Strategiechef von Microsoft, und der VC-Fonds Paua investierten vier Millionen in das Linzer Startup. FireStart bietet Unternehmen eine Business Process Management Plattform, die das Managen von Prozessen und erleichtern soll. Mit Umsatzwerten von zwei Millionen Euro (2019) kann es u.a. nach 12 Jahren Betrieb Manner und Swarowski als Kunden zählen. derbrutkasten.com

#Personalien

Wirecard-COO Marsalek gesucht
Der langjährige COO von Wirecard Jan Marsalek wird nach zweitem erlassenen Haftbefehl von den Ermittlern gesucht. Nachdem er am Montag aufgrund des Betrugs-Skandals entlassen wurde, wird der Aufenthaltsort von Marsalek nun auf den Philippinen vermutet. handelsblatt.com

Audis Markenbotschafterin entlassen
Die russische Markenbotschafterin Audis, Xenia Sobtschak, wird nach Rassismusvorwürfen entlassen. Die Fernsehmoderatorin soll sich auf ihrem Instagramprofil rassistisch in Bezug auf die Black Lives Matter-Bewegung geäußert haben. horizont.net

Alibaba verliert zwei Verwaltungsräte
Masayoshi Son, Chef von Softbank, verlässt den Verwaltungsrat con Alibaba. Damit beendet er die 20-jährige Zusammenarbeit mit dem E-Commerce-Konzern und Gründer Jack Ma. Die Entscheidung fällte Son, nachdem Ma ebenfalls den Verwaltungsrat von Softbank letzte Woche verließ. handelsblatt.com

Foto: Wirecard HQ

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