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    Startup-News – 2. September 2020

    2. September 2020

2. September 2020

Startup-News – 2. September 2020

Rocket Internet zieht sich von der Börse zurück, Zoom ist der Top-Corona-Gewinner und Amazon startet Paketauslieferungen mittels Drohnen.

#Top Story

Startup-Schmiede zieht sich von Börse zurück
Rocket Internet gilt als einer “der” Investoren im Bereich Internet-Startups. Aktuell macht Rocket Internet Schlagzeilen an der Börse: sie wollen ein Delisting und ziehen sich vom Frankfurter Parkett zurück. Nachdem CEO Oliver Samwer vor sechs Jahren medienwirksam die Glocke der Frankfurter Börse zum “Einläuten” des Börsen-Zeitalters bei Rocket Internet betätigt hatte, ist es nun wieder vorbei.
Die Berliner Startup-Factory, gegründet vom Bruder-Trio Oliver, Marc und Alexander Samwer, gilt als Urgestein der deutschen Startup-Szene und brachte neben Zalando und dem Dax-Mitglied DeliveryHero unter anderem auch Lendice und Westwing zum Erfolg.
Rocket Internet begründet den Rückzug damit, dass der Aktien-Kapitalmarkt als Finanzierungsmöglichkeit nicht mehr attraktiv sei. Weiterhin arbeitete die Internet-Holding in letzter Zeit eher mit Tendenz zur Wagniskapitalgesellschaft. Auch mit dem Austritt aus der Börse sei das Unternehmen flexibler in Sachen Organisation und Strategie.
Nachdem 2014 mit einem Aktienkurs von 42,50 Euro gestartet wurde, bietet Internet Rocket nun den Rückkauf zu 18,57 Euro an. Der aktuelle Kurs liegt bei 18,95 Euro. Samwer und seine Holding-Gesellschaft sollen deren Aktien behalten wollen. Der Wert von Rocket Internet wurde an der Börse zuletzt auf 2,6 Milliarden Euro geschätzt. horizont.net und manager-magazin.de

#News

Zoom greift nach den Sternen
Zoom zählt zu den großen Corona-Gewinnern wie aktuelle Umsatzzahlen des Konzerns zeigen. Im Vergleich zum letzten Jahr steigerte Zoom seinen Umsatz um 450 Prozent: von 145 Millionen auf 660 Millionen US-Dollar. Befürchtungen, den starken Zusatzbedarf an digitaler Infrastruktur nicht bereitstellen zu können, erwiesen sich als nichtig. Dennoch gibt es weitere Befürchtungen, dass der aktuelle Trend zu Online-Videomeetings mit dem Abflachen der Krise auch wieder rückläufig sein könnte. turi2.de

Otto.de: Transformation zum Plattformbetreiber
Nachdem das traditionsreiche Handelshaus Otto vor einiger Zeit eine digitale Transformation angekündigt hatte, steht nun die Integration eines hauseigenen Zahlungsdienstleisters an. Zudem werden aktuell immer mehr Drittanbieter auf Otto.de eingepflegt. Bis Ende des Jahres soll die Marke von 1.000 Drittanbietern überschritten werden. Otto-Chef Opelt erklärt, dass man “vom Onlinehändler zum Plattformbetreiber” werden will. Mit dem Start des Bezahl-Angebots werde im Frühjahr 2022 gerechnet. onlinehaendler-news.de

Kryptowährungen an Wiener Börse gehandelt
Durch das Bereitstellen spezifischer Kryptowährungs-Produkte ist es möglich, auch auf dem regulären Kapitalmarkt in die Währungen zu investieren. Die 21Shares AG (Crypto-Valley) bietet an der Wiener Börse spezifische Produkte für die Währungen Bitcoin und Ethereum an. Über diesen Umweg der speziellen Finanzprodukte, auch ETPs genannt, können die Währungen als Wertpapiere sowohl von privaten als auch gewerblichen Investoren erworben werden. In Deutschland sind die Produkte an der Börse XETRA seit Juli 2020 erhältlich. trendingtopic.at

Unu 2.0: Neuausrichtung und E-Mopeds
Das Berliner EMobility-Startup Unu hatte durch die Coronakrise eher zu leiden. Durch starke Lieferverzögerungen der angekündigten neuen Generation an E-Mopeds können diese nun mit einem Jahr Verzögerung auf den Markt gebracht werden. So sind die neuen Unu-Roller komplett miteinander vernetzt, wodurch sie ideal für Bike-Sharing geeignet sind. Ein E-Moped kostet 2.800 Euro und kann im Leasing beim Startup Vehiculum für 70 Euro/Monat erworben werden. Nach eigenen Angaben sind bereits 30 Prozent über Vorbestellungen verkauft worden. Unu hat die Krise jedoch auch genutzt, um sich neu aufzustellen: Neben einer Neu-Fokussierung auf Privatkunden und Bikesharing konnte Unu sein Führungsteam erweitern. gruenderszene.de

SpaceX baut das “Tor zu unserem Sonnensystem”
CEO Elon Musk hat angekündigt, die SpaceX-Rakete Starship mit 28 Heavy-Boostern ausrüsten zu wollen. Damit will man dem Ziel näher gelangen, den ersten Menschen auf den Mars zu bringen. Bisherige Prototypen mit Boostern schafften eine Flughöhe von 150 Metern. Die neuen Tests sind für 2021 angedacht. Da man sich auf “technologisches Neuland seit der Mondrakete Saturn V” begebe, könnten die ersten Tests nicht erfolgreich sein, so Musk. Dennoch bezeichnet der SpaceX-CEO den eingeschlagenen Weg als “Tor zur Galaxie, mindestens zu unserem Sonnensystem”. futurezone.at

Tesla investiert in eigene Gaming-Plattform
E-Mobility Anbieter Tesla ruft wohl die Entwicklung einer eigenen Spiele-Plattform ins Leben: Tesla Arcade. Beim Aufbau der Plattform könnten Spiele im Tesla-Auto dann aber für die Nutzer kostenpflichtig werden. Schon seit längerer Zeit ist es mit den Fahrzeugen möglich, diese auch fürs Gaming zu benutzen. Bisher war dies für Spiele wie “Super Breakout”, “Cuphead”, “Centipede” über eine xBox-Schnittstelle und auf dem 15-Zoll-Monitor des Tesla-Fahrzeugs möglich. computerbild.de

Prime Air jetzt mit Luftdrohnen
In den USA hat die Amazon-Lieferung via Drohne jetzt offiziell behördliche Starterlaubnis erhalten. Amazon versucht seit 2013, die automatisierte Paketlieferung über Drohnen zu etablieren und hat seitdem stetig neue Modelle entwickelt und vorgestellt. Das aktuelle Modell kann mit einer Reichweite von 12 Kilometern ein Paket mit einer Maximallast von 2,3 Kilo ausliefern, sodass dieses in höchstens einer halben Stunde beim Kunden ist. Erste Tests im realen Luftraum sollen jetzt in ausgewählten Städten in den USA anlaufen. stern.de

Größtes Darknet für Drogenhandel geht offline
Die Darknet-Plattform Empire war bis vor Kurzem der größte Darknet-Marktplatz für Drogenhandel. Nach mehreren erfolglosen Datenangriffen konnte Empire nun über DoS-Attacken in seiner Erreichbarkeit stark eingeschränkt werden. Auch andere Darknet-Seiten waren schwer erreichbar. Neben dem erfolgreichen Hacking nutzten die Admins von Empire die Situation wohl, um die Plattform dauerhaft offline zu nehmen. Damit strichen sich die Betreiber die aktuell gehandelten Währungen im Wert von 2640 Bitcoins (ca. 30 Millionen Euro) ein. In der Vergangenheit konnten ähnliche Kreisläufe bei verschiedenen Darknet-Plattformen beobachtet werden. bitcoinblog.de

#Investments

ID Now übernimmt Wirecard Communication Services
Das von der Krise profitierende Münchner Fintech-Startup IDNow gab bekannt, dass es eine der Tochtergesellschaften von Wirecard übernehmen werde. Die Arbeitsplätze der 150 Mitarbeiter am Standort in Leipzig sollen zum Großteil erhalten bleiben. Der Dienst von IDNow wird beispielsweise zur Eröffnung von Bankkonten genutzt. Für die Übernahme weiterer Teile der Wirecard AG ist aktuell die Deutsche Bank im Gespräch, die neulich erst einen ehemaligen Manager von Wirecard zu sich geholt hatte. handelsblatt.com

Freenet kauft eigene Aktien zurück
Der Internet-Provider Freenet.de hat ein Angebot zum Rückkauf seiner eigenen Aktien angekündigt. Der Gesamtwert der Rückkauf-Aktion beläuft sich auf 100 Millionen Euro. Angeboten werden soll ein Rückkaufswert von 20 Euro je Aktie, wobei eine Aktie aktuell 18,40 Euro notiert. Der Rückkauf wird über die Frankfurter Wertpapierbörse XETRA abgewickelt werden. Zuletzt wies Freenet rückläufige Umsatzzahlen aus. Auch in der Schweiz verkaufte Freenet seine Anteile an anderen Unternehmen aus der Telekommunikations-Branche. it-times.de

GRPStar erhält Investment bei Höhle der Löwen
Dem Fuß beim Fußball mehr Beachtung schenken – das ist eine der Kernvisionen der GRPStar GmbH, welche höhenverstellbare Stollen für Fußball-Sportschuhe entwickelt hat. Damit ließe sich ein Fuß in druckempfindlichen Bereichen entlasten und sich somit ein Fußballschuh individueller auf den Spieler abstimmen. Der sportnahe Investor-Löwe Nils Glagau machte einen Investment-Deal mit den Gründern David Krusch und Manuel Kössl und will mit diesen nun an der Vertriebsstrategie arbeiten. In Österreich sind die Fußball-Stollen unter dem Namen GRPS bereits im Handel erhältlich. startupvalley.news

PriceHubble erhält sechsstelliges Investment
Das weltweit agierende Immobilien-Startup PriceHubble hat eine KI-gestützte Entscheidungshilfe für Immobilien-Investoren entwickelt und ist auf Standortanalysen spezialisiert. Das 2016 gegründete Schweizer Startup konnte sich aktuell neue Investoren mit ins Boot holen. Neben bestehenden Investoren wie Helvetia Venture und SwissLife sind nun auch strategische Investoren wie der österreichische Immobilienkonzern Soravia mit im Investoren-Pool. PriceHubble will das Investment  in den Ausbau des Mitarbeiterstamms an den weltweit fünf Standorten investieren. derbrutkasten.com

 

Foto: Oliver Samwer / Rocket Internet

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