19. Mai 2020

Startup-News – 19. Mai 2020

Der Lidl-Konzern Schwarz will Amazon AWS mit eigener Cloud-Plattform die Stirn bieten, Tesla-Mitarbeiter wehren sich gegen Elon Musk und Uber plant weitere Entlassungen.

#Top Story

Lidl möchte Amazon AWS Konkurrenz machen
Wagemut und Größenwahn gehen oft Hand in Hand. Die Schwarz-Gruppe (der Konzern hinter der Supermarktkette Lidl) hat angekündigt, den hauseigenen IT-Dienstleister als europaweiten Cloud-Anbieter positionieren zu wollen. Die Rechenzentren von Schwarz dienen bislang u.a Lidl und Kaufland, sollen aber unter dem Namen Stackit auch für andere Unternehmen geöffnet werden. Angeblich habe sich der Konzern seit 2018 auf diesen Schritt vorbereitet. Laut Handelsblatt hat die Schwarz-Gruppe begonnen, aktiv um Kunden für ihre neue Cloud-Lösung Stackit zu werben. An der Plattform haben sind auch der Energieversorger Enbw und der Schraubenhersteller Würth beteiligt. Man positioniere sich offiziell als europäische Alternative zu Amazon AWS. Zeitgleich arbeite man an der Fertigstellung des IT-Campus in Bad Friedrichshall, wo im ersten Schritt rund 3000 IT-Mitarbeiter unterkommen sollen. Im zweiten Schritt sollen dort rund 5.000 Mitarbeiter einen Arbeitsplatz finden. Erst vor wenigen Tagen hat Schwarz das Softwarehaus Camao aus Heilbronn übernommen, die laut Pressemitteilung „notwendige Ressourcen für den Ausbau ihres künftigen Cloud-Geschäfts“ stellen soll. Beta-Accounts für den Cloud-Dienst von Stackit können bereits beantragt werden. t3n.de

 #News

SoftBank Vision Fund meldet Rekordverlust 
Es hat sich angedeutet: Die Coronakrise versetzt dem Risikofonds der japanischen Internet- und Telekommunikations-Holding SoftBank einen gewaltigen Dämpfer. Wie das Unternehmen gestern bekannt gab, beläuft sich der Verlust im vergangenen Geschäftsjahr auf insgesamt 1,9 Billionen Yen (rund 17,7 Mrd. US-Dollar). Dazu beigetragen haben u.a. hohe Abschreibungen auf Beteiligungen wie Uber und WeWork. Zeitgleich verlässt Alibaba-Gründer Jack Ma den SoftBank-Vorstand. it-times.de

In diesem Zusammenhang:
Masayoshi Son: SoftBank-Gründer bleibt auch in der Krise optimistisch
Deutsche Telekom verhandelt mit SoftBank über Kauf von T-Mobile US Anteil

Tesla-Angestellte fordern Festnahme von Elon Musk
Es erscheint offensichtlich, dass Elon Musk nicht nur Befürworter hat. Die gilt auch für die eigene Belegschaft: Einige Tesla-Mitarbeiter haben vor dem Werk in Fremont in Kalifornien gegen die Wiedereröffnung der Fabrik demonstriert. Sie zeigten sich enttäuscht von dem harten Kurs, den Musk im Zusammenhang mit den Corona-bedingten Werksschließungen einschlägt. Musk hatte seine Mitarbeiter aufgefordert, trotz Verboten zurück an den Arbeitsplatz zu kehren. futurezone.at

IT-Ausgaben fallen um 300 Milliarden Dollar
Die neue Gartner Studie zeigt, dass die Ausgaben für IT im Jahr 2020 stark sinken werden. Es wird dieses Jahr für Endgeräte, IT-Services, Datencenter oder Enterprise-Software 300 Milliarden Dollar weniger ausgegeben, was ein Einbruch von 8 Prozent bedeutet. Dies liegt vor allem darin, dass die CIOs die Kosten optimieren und die Prioritäten anders setzen müssten. trendingtopics.at

200 Millionen Exemplare von ‘Minecraft’ verkauft
Microsoft und Mojang Studios geben bekannt, insgesamt 200 Millionen Exemplare von ‘Minecraft’ verkauft zu haben. Allein in den letzten 12 Monaten wurden 24 Millionen Exemplare verkauft. Minecraft ist somit das mit Abstand meist verkaufte Spiel der Welt, vor Grand Theft Auto V 120 Millionen verkauften Exemplaren. engadget.com

Uber plant, weitere 3.000 Mitarbeiter zu entlassen
Die Zäsur geht weiter: Weniger als zwei Wochen nach der Bekanntgabe, rund 3.700 Mitarbeitern zu entlassen, kündigte das Unternehmen an, weitere 3.000 Beschäftigte entlassen zu müssen. Innerhalb weniger Wochen hätte der Mobilitätsanbieter Uber somit fast ein Viertel seiner Belegschaft abgebaut. Zeitgleich wird Uber 45 Büros schließen und einige seiner experimentellen, nicht zum Kerngeschäft gehörenden Aktivitäten neu bewerten. engadget.com

Apple zahlt wohl 500 Millionen Dollar bei Vergleich
Wegen seiner iPhone-Drosselei wird Apple voraussichtlich eine halbe Milliarde Dollar zahlen müssen. Der Vergleichsvorschlag lag dem Gericht bereits seit März vor – nun hat US-Bundesrichter Edward J. Davila seine vorläufige Zustimmung erteilt. Jeder Besitzer eines betroffenen iPhones, der an der Sammelklage teilgenommen hat, würde dann 25 Dollar erhalten. apfelpage.de

US-Wirtschaft könnte um bis zu 30 Prozent schrumpfen
Laut einer Einschätzung der US-Notenbank Fed könnte die US-Wirtschaft im laufenden Quartal um bis zu 30 Prozent schrumpfen. Dies gab Fed-Direktor Jerome Powell in einem Interview des Fernsehsenders CBS zu Protokoll. moneycab.com

 #Investments

Fly Now Pay Later schnappt sich 39 Millionen Euro
Das britische Fintech-Startup hat rund 39,2 Millionen Euro an Eigen- und Fremdkapital in der Series-A-Runde aufgebracht. Die neuen Mittel stammen von Revenio Capital, von der Shawbrook Bank und BCI Finance. Fly Now Pay Later bietet eine neue und flexiblere Art der Reisefinanzierung in einer Welt nach der Koronakrise. eu-startups.com

Eine wichtige Finanzierungsrunde für Apeiron
Das Medikament gegen Corona, das von dem österreichischen Startup entwickelt wurde, darf weiter getestet werden. Aperion hat eine Finanzierungsrunde abgeschlossen, die von Vienna Insurance Group (VIG) angeführt wurde. Das Medikament kann zur Behandlung bereits erkrankter Patienten eingewendet werden. derbrutkasten.com

Siebenstellige Investition für mitunsleben
Die Pflegevermittlungs-Plattform aus Berlin hat sich in der zweiten Finanzierungsrunde weitere Millionen gesichert. In dem Zuge sind vier neue Gesellschafter bei mitunsleben eingestiegen, unter anderem die Bank für Sozialwirtschaft und der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising. openpr.de

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