18. Juni 2020

Startup-News – 18. Juni 2020

Das Rettungsprogramm für Startups der KfW läuft an, der Netflix-CEO Reed Hastings spendet Millionen zur Unterstützung Schwarzer Bildungseinrichtungen und Organisationen und der N26-Konkurrent Vivid Money geht größtenteils erfolgreich an den Start.

#Top Story

KfW startet Auszahlungen von Corona-Hilfsprogramm
Das lang erwartete und heftig diskutierte Förderprogramm des Finanz- und Wirtschaftsministeriums läuft an. Wie Jörg Goschin, Geschäftsführer von KfW Capital, im Interview mit der Zeitung Die Welt verkündete, „stößt das Programm auf sehr reges Interesse“.
Mit dem Maßnahmenpaket will die Bundesregierung „innovative und zukunftsträchtige Startups in der Krise” mit insgesamt zwei Milliarden Euro stützen. Das Rettungsprogramm steht in der Kritik, da es lediglich Unternehmen berücksichtigt, die bereits durch Wagniskapitalgeber finanziert werden. Der Staat kann sich mit bis zu 70 Prozent an einer Investition beteiligen. Bislang gingen Anträge über 650 Millionen Euro bei KfW Capital und beim Europäischen Investitionsfonds (EIF) ein. Nach zwei Monaten Wartezeit kommt nun Bewegung in das Projekt: „Der erste Antrag ist nach sorgfältiger Prüfung bereits genehmigt, acht weitere stehen kurz vor Beendigung der Prüfung“, so Goschin im Gespräch mit Die Welt. Bislang haben sich auch 45 europäische Venture Capital Fonds um die Verteilung der staatlichen Mittel beworben. Dabei sei weder die Höhe noch die Dauer der Zuwendung begrenzt. Es muss lediglich sichergestellt sein, dass der Investitionsschwerpunkt in Deutschland liegt und die Startups, in die das Geld fließen soll, zum Stichtag 31. Dezember 2019 noch frei von finanziellen Schwierigkeiten waren. welt.de

#News

Netflix-CEO Hastings investiert in Hundert-Millionen Schwarze Bildung
Im Kontext der weltweiten Anti-Rassismus-Bewegung „Black Lives Matter” haben Netflix-CEO Reed Hastings und seine Frau Patty Quillin ein eindeutiges Zeichen gesetzt: Sie spendeten eine Summe von insgesamt 120 Mio. US$ an verschiedene Institutionen, die sich auf die Bildung von POC-Studenten fokussiert haben. Darunter der United Negro College Fund und einige historisch-Schwarze Colleges in Amerika. cnbc.com

Neue Konkurrenz für N26? Vivid startet holprig aber erfolgreich
Erst Anfang des Monats feierte das Berliner Neobanking-Fintech Vivid Money seinen Deutschland-Start. Die ersten Tage nach dem Launch gingen jedoch mit einigen technischen Stolpersteinen einher: Bugs erschwerten Kontoeröffnungen, es soll Überweisungsprobleme bei Android-Nutzern und Login-Schwierigkeiten gegeben haben. Von diesen Schwierigkeiten abgesehen kann Vivids Startphase positiv gewertet werden, dass die App bereits 3.100 Mal heruntergeladen wurde. t3n.de

Amazon Echo begleitet jetzt auch auf deutschen Straßen
Amazon hat gestern sein Echo-Auto in Deutschland gelauncht. Durch das Gerät kann Amazon’s Sprachassistentin Alexa nun auch im Auto verbaut werden. Das Gerät ist durch verschiedene Features an die Bedingungen im Auto angepasst: beispielsweise sind im Echo-Auto 8 Mikrofone verbaut, die der durchmischten Geräuschkulisse trotzen sollen. Für Privatsphäre soll dabei die „Mikro-Aus”-Taste sorgen.  onlinemarktplatz.de

Google ergreift neue Maßnahmen im Kampf gegen Clickbait
Google aktualisiert seine Werberichtlinien und will vor allem bei Clickbait deutlich konsequenter vorgehen. Ab Juli sollen Clickbait Taktiken, wie die Nutzung von Behauptungen oder Vorher-Nachher-Fotos, auf der Plattform genauso verboten werden wie Anzeigen, die negative Lebensereignisse gezielt nutzen. Google hält sich offen, seine Klassifizierung von Clickbait noch zu erweitern. t3n.de

Keine Digitalisierung ohne Digital-Kompetenzen: Digitalrat spricht sich für staatliche Kurse aus
Die Pandemie treibt die Digitalisierung voran. Jedoch geht mit fortschreitender Technologieentwicklung keine automatische Entwicklung von menschlichen Digital-Kompetenzen einher. Dieses Defizit ist nach Meinung des Digitalrates der Bundesregierung auch staatliche Aufgabe. Das Gremium schlägt zentral organisierte Fortbildungskurse nach finnischem Vorbild vor. Dort wird die Bevölkerung bereits seit 2019 mit Kursen versorgt, die Digital-Kompetenzen großflächig vermitteln sollen. digital-magazin.de

Meilenstein für die ökologische Landwirtschaft: China launcht intelligenten Wasserstoff-Traktor
China bringt eine landwirtschaftliche Revolution auf den Markt: am Dienstag hat man den ersten intelligenten Traktor mit Wasserstoffantrieb präsentiert. Dieser soll künftig unbemannt und über China’s 5G-Netz ferngesteuert über die Felder ziehen. Da kein Fahrer benötigt wird, ist das Gerät 24/7 einsatzbereit. Mit vollem Tank soll der Traktor bis zu 4 Stunden laufen. elektroauto-news.net

 #Investments

Contentful sichert sich 80 Mio. US$
Das 2013 gegründete Startup bietet Content-Creators ein Headless-CMS, also eine Infrastruktur zur Aufbereitung, Verwaltung und Verbreitung ihrer Inhalte. Nachdem in der Vergangenheit bereits 158 Millionen US$ in das Softwareunternehmen mit Sitz in Berlin und San Francisco geflossen sind, schrammt es mit der aktuellen Bewertung nur knapp am Unicorn-Status vorbei. Investiert haben in dieser Runde Sapphire Ventures, General Catalyst und Salesforce Ventures. gründer.wiwo.de

Stillfront sammelt 114 Mio. Euro
Mithilfe des durch die Ausgabe von Aktien erlangten neuen Kapitals will die schwedische Glücksspielefirma Stillfront seine Position der Online-Strategiespiele ausbauen. Mit über 750 Mitarbeitern in 14 Studios und einem Portfolio von etwa 40 Spielen strebt die zehn Jahre alte Gruppe die Marktführerschaft bei der Online-Spieleentwicklung und X-Plattform-Spielen an. Investiert wurde in der aktuellen Runde von schwedischen und weiteren internationalen Investoren. eu-startups.com

OE Service erhält Investment von Diamir Holding
Das seit 2019 bestehende Kfz-Werkstätten Startup OE Service aus Kärnten erhält einen sechsstelligen Betrag von Diamir Holding. Damit soll die Expansion nach ganz Europa als auch die Marktführerposition erreicht werden. OE Service erleichtert mithilfe der Online-Registrierung von Servicebüchern die Durchführung von Werkstattservices. derbrutkasten.com

4.4 Mio. Euro für SLAMcore
Das Londoner Startup SLAMcore sichert sich in einer Finanzierungsrunde 4,4 Millionen Euro. Mit den neuen Mitteln will die 2016 gegründete Firma die durch Corona eröffneten Chancen nutzen und die erhöhte Nachfrage an Robotiktechnologien nutzen. Es entwickelt KI-Lösungen und -Algorithmen speziell für Robotikunternehmen an. Die Investition wurde von Octopus Ventures und MMC Ventures geleitet untert Beteiligung von Amadeus Capital Partners und Toyota AI Ventures. eu-startups.com

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