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    Startup-News – 17. August 2020

    17. August 2020

17. August 2020

Startup-News – 17. August 2020

Donald Trump holt zu einem Rundumschlag gegen China aus, Facebook riskiert Umweltschäden nach Bohrungen und in Michigan soll es bald die ersten Fahrbahnen für selbstfahrende Autos geben.

#Top Story

Rundumschlag gegen China
Mit dem Rücken an der Wand dreht US-Präsident Donald Trump nochmal auf und möchte (mal wieder) mit seiner Hardliner-Haltung gegenüber China Boden wettmachen im Rennen um die Wählergunst. Gleich mit mehreren Schlagzeilen sorgte Trump in den letzten drei Tagen für Aufsehen. Zum einen ordnete er Rückabwicklung der 2017er Akquisition des US-amerikanischen Videodienstes Musical.ly durch das chinesische Unternehmen Bytedance an. Dabei wird Bytedance eine Frist von 90 Tagen eingeräumt, um das ursprüngliche Musical.ly wieder ausgliedern und an ein amerikanisches Unternehmen zu verkaufen. Trump behauptet vehement, es gebe glaubwürdige Hinweise darauf, dass „Bytedance etwas tun könnte, dass die nationale Sicherheit der USA gefährde.“

Dabei ist nun auch WeChat-Mutter bzw. dessen Mutter Tencent Holding ins Visier der US-Regierung geraten. Auch hier droht ein Bann, bei dem jedoch der Protest stärker auszufallen scheint als im symbolischen Akt gegen TikTok. An einem gemeinschaftlichen Telefonat mit der US-Administration nahmen unter anderem Apple, Ford, Walmart und Walt Disney teil, um die Folgen der Sanktionen aufzuzeigen. Besonders hart träfe die Sanktion wohl Apple. Einer Umfrage unter 1,2 Millionen chinesischen Weibo-Nutzern zufolge würden 95% der Befragten eher das iPhone aufgeben als auf WeChat zu verzichten. Der Absatzmarkt China wäre für Apple über Nacht nicht mehr existent.

Des weiteren prüft die US-Regierung nun auch Verbot gegen Alibaba, wie Trump am Samstag auf einer Pressekonferenz in seinem Golfklub in Bedminster im US-Staat New Jersey bekannt gab. t3n.de (Musical.ly), ifun.de (Apple) und futurezone.de (Alibaba)

#News

Facebook lässt Bohrflüssigkeit im Meer zurück
Bei Bohrungen für Facebooks Seekabel Jupiter kam es im April im US-Bundesstaat Oregon zu einem Unfall. Der Bohrer traf auf ein Hartgestein – die Folge: der Bohrknopf, ein 340 Meter langes Rohr und 25.000 Liter Bohrflüssigkeit befinden sich noch immer am Meeresboden. Weder Facebook noch sein Auftragnehmer Edge Cable Holdings haben sich bis heute um die Reinigung des Meeres gekümmert. Laut Facebook soll der Unfall keine negativen Folgen für Umwelt und Bürger mit sich bringen. futurezone.at

Fahrspuren für selbstfahrende Autos in Michigan
Im US-Bundesstaat Michigan zwischen Detroit und Ann Arbor sollen eigene Fahrspuren für selbstfahrende Autos gebaut werden. Der Bundesstaat will den Menschen gemeinsam mit dem privaten Partner Cavnue einen besseren Zugang zu öffentlichen Verkehrsmitteln bieten. Die Spuren sollen demnach auf unterschiedliche Arten von selbstfahrenden Autos angepasst werden. Auch zahlreiche Hersteller wie Ford, General Motors, Waymo, Toyota oder BMW haben ihre Unterstützung angeboten. futurezone.at

BaFin-Mitarbeiter handelten mit Wirecard-Aktien
Bahnt sich hier ein Skandal an? Beschäftigte der deutschen Finanzaufsicht (BaFin) handelten in den Monaten vor der Insolvenz des Zahlungsdienstleisters Wirecard im Vergleich zu früheren Zeiten überproportional stark mit Wirecard-Papieren. Somit entfielen im ersten Halbjahr 2020 2,4 Prozent aller gemeldeten privaten Finanzgeschäfte von BaFin-Mitarbeitern auf Geschäfte mit Wirecard-Aktien. Im Gesamtjahr 2018 lag der Anteil nur bei 1,2 Prozent, im Jahr 2019 bei 1,7 Prozent. handelsblatt.com

Verbraucherschützer verklagen Zoom
Wegen irreführender Angaben zur Verschlüsselung und zu Verbindungen mit China klagen US-Verbraucherschützer nun gegen den Videokonferenz-Anbieter Zoom. Im Detail beschuldigt Consumer Watchdog Zoom, Verbindungen zu China zu verleugnen und Calls zwischen Usern in den USA über Server in China geleitet zu haben. Außerdem verbreite der Anbieter irreführende Informationen über die eigene Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. derbrutkasten.com

Instagram droht 500-Milliarden-Dollar-Strafe
Erst Ende Juli hatte sich Facebook außergerichtlich zu einer Zahlung von 650 Millionen US Dollar bereit erklärt, da dem Unternehmen vorgeworfen wurde, über seine Funktion der automatischen Markierung von Gesichtern biometrische Daten abgegriffen zu haben. Nun wird Instagram Ähnliches vorgeworfen. Bei einer Verurteilung ist hier jedoch mit einer Strafe von bis zu 500 Milliarden US Dollar zu rechnen. Instagram soll die biometrischen Daten von über 100 Millionen Nutzern sammeln und speichern. t3n.de

Indien: ID-Karten zur Speicherung medizinischer Daten
Indien hat angekündigt, jedem Inder eine Gesundheits-ID-Karte auszuhändigen, welche medizinische Informationen wie Krankheiten und Verschreibungen von Medikamenten in einer gemeinsamen Datenbank speichert. Ärzte und Apotheken können diese Informationen bei jedem physischen und virtuellen Besuch aktualisieren. Karteninhaber müssen bei jeder Nutzung zeitlich befristeten Zugriff auf ihre Daten gewähren, um Missbrauch und Sicherheitsprobleme idealerweise zu verhindern. engadget.com

Curevac wird zum New Yorker Börsenstar
Das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac war am Freitag der ungeschlagene Börsenstar. Bereits zum Handelsbeginn an der New Yorker Technologiebörse schoss die Aktie um 190 Prozent nach oben und konnte die Kursgewinne im Tagesverlauf weiter ausbauen. Curevac beendete den Handelstag mit 250 Prozent im Plus bei 55,90 US Dollar. Die Marktkapitalisierung beträgt bereits über sieben Milliarden Euro. handelsblatt.com

China weitet Tests mit digitaler Währung aus
Laut Handelsministerium soll die digitale Währung in den Großstädten der am weitesten entwickelten Regionen getestet werden. Dazu gehören die Provinz Hebei, das Jangtse-Flussdelta, die Provinz Guangdong sowie die Städte Peking, Tianjin, Hongkong und Macao. Der Name der Währung DC/EP steht dabei für digitale Währung/elektrische Zahlung. Wenn ärmere Regionen bestimmte Anforderungen erfüllen können, dürfen auch diese an der Testreihe teilnehmen. coinwelt.de

#Investments

Softbank unterstützt WeWork in der Corona-Krise
Damit der Coworking-Anbieter WeWork die Verluste durch die Corona-Pandemie ausgleichen kann, stimmte Softbank einem Darlehen von 1,1 Milliarden US Dollar zu. Der japanische Investor hatte zuvor bereits 10 Milliarden US Dollar in WeWork investiert. Finanzchefin Kimberly Ross sagte bei einer Konferenzschaltung, dass es beruhigend sei, die Liquidität zu haben, das Milliarden-Darlehen jedoch nicht direkt von WeWork in Anspruch genommen werden müsste. handelsblatt.com

Morpher holt weitere 1,25 Millionen US Dollar Investment
Das Wiener Startup Morpher möchte seinen Nutzern in Zukunft einen Börsenhandel ohne Börse ermöglichen. Das Mittel dafür ist die Blockchain, welche es ermöglicht, Trading-Gebühren und Mittelsmänner aus dem Spiel zu nehmen. Losgehen soll es am 31. August. Dann werden zehntausende Nutzer unter morpher.com auf die Kurse von Aktien, Währungen und Rohstoffen wetten können. Zum Start des Portals werden unter anderem alle Aktien des NASDAQ100, Gold als Rohstoff sowie 30 verschiedene Kryptowährungen handelbar sein. trendingtopics.at

Olma investiert in Watchmaster
Das Private-Equity Unternehmen Olma Luxury Holdings investiert eine noch unbekannte Summe in Watchmaster. Es investieren zudem Altinvestoren wie Milano Investment Partners, Cherry Ventures und Mutschler Ventures erneut in das Berliner Unternehmen. Nutzern wird eine Plattform für den Handel mit gebrauchten Uhren angeboten. Bis Ende 2018 flossen bereits rund 20 Millionen Euro in Watchmaster. Olma hält nun 3,79 Prozent an dem Unternehmen. deutsche-startups.de

Foto: Trump @ News Conference in Bedminster

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