16. Juni 2020

Startup-News – 16. Juni 2020

Curevac bekommt staatliche Unterstützung für die Entwicklung des Corona-Impfstoffs, Huawei stößt Samsung vom Thron und Estland geht gegen Geldwäsche bei Krypto-Unternehmen vor.

#Top Story

300 Millionen Euro für Corona-Impfstoff-Entwickler Curevac
Das Tübinger Unternehmen Curevac forscht an einem Impfstoff gegen das Coronavirus und befindet sich dabei bekanntermaßen im internationalen Wettlauf. Aus diesem Grund steigt nun der Bund in das Startup mit ein und unterstützt die Entwicklung mit 300 Millionen Euro. In den kommenden Tagen werde die staatliche KfW-Bank für 300 Millionen Euro 23 Prozent der Anteile zeichnen, kündigte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier an. Biotechunternehmen strebt einen Börsengang an. In einem Statement hieß es “CureVac habe einen großen Kapitalbedarf und beabsichtigt einen Börsengang an die Nasdaq in New York im Juli 2020″. Erst im März diesen Jahres war das Unternehmen in die Schlagzeilen geraten. US-Präsident Donald Trump soll der Firma einen hohen Betrag geboten haben, um sich die Forschungsergebnisse des Unternehmens und den Impfstoff exklusiv für die USA zu sichern. Dieses Angebot hatte Curevac bzw. dessen Investor Dietmar Hopp jedoch zurückgewiesen. Die Biotechfirma veröffentlichte im Mai positive präklinische Ergebnisse zu ihrem Projekt, noch im Juni soll die ersten klinischen Studien mit gesunden Freiwilligen starten. gruenderszene.de und n-tv.de

#News

Huawei ist der größte Handyhersteller der Welt
Erstmals hat der chinesische Rivale Huawei mehr Geräte verkauft als Samsung. Die Gründe dafür dürften unter anderem das patriotische Kaufverhalten der Chinesen seit des Handelsstreits mit den USA sowie die Normalisierung des gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lebens in China seit März diesen Jahres sein. Wie lange Huawei die Nummer eins auf dem Handyweltmarkt bleibt, ist angesichts der verhängten Android-Beschränkungen fraglich. futurezone.at

Entzug der Genehmigung für 500 Krypto-Unternehmen in Estland
Estland kommt auf etwa 1.400 Krypto-Unternehmen. Vielen von ihnen wird jetzt die Genehmigung entzogen. Gesetzgebungen, welche nur Unternehmen zulassen, die der estnischen Aufsicht und daraus folgenden Zwangsmaßnahmen unterworfen werden können, sollen in Kürze folgen. Seit letztem Jahr steht Estland im Zentrum eines der größten Geldwäscheskandale Europas und die estnische Krypto-Branche somit unter Generalverdacht. btc-echo.de

Verabschiedung von Gesetz gegen Hasskriminalität im Netz
In der kommenden Woche wird im Bundestag über ein Gesetz gegen Hasskriminalität im Internet abgestimmt. Ein solches Gesetz scheint nötig, da bisher nicht alle Polizeibehörden oder Staatsanwaltschaften gleichermaßen auf Hasskriminalität im Netz reagieren und die Fahndung nach vielen Tätern kompliziert verläuft. Die Änderungen zielen darauf ab, die Identifizierung von Tätern zu erleichtern sowie die Durchsetzbarkeit von Klagen zu verbessern. spiegel.de

Dorfbewohner sperren Techniker aus Angst vor 5G ein
Der Glaube, dass 5G für Corona verantwortlich sei, hat Bewohner eines peruanischen Dorfes dazu gebracht, acht Techniker einer Mobilfunkfirma einzusperren. Mehrere Tage lang sind diese von den Dorbewohnern festgehalten worden. Freigelassen wurden sie erst nach einem Treffen zwischen den Dorfbewohnern und den angereisten Vertretern des Transportministeriums, der Regionalregierung und des Telekommunikationskonzerns Gilat. Klargestellt wurde daraufhin öffentlich, dass Peru überhaupt gar keine 5G-Antennen besitzt. futurezone.at

Creditreform spricht von Verbraucherinsolvenzwelle
Laut Creditform könnte sich die Anzahl der Firmenpleiten durch die Corona-Krise schon bald deutlich steigern. Durch die milliardenschweren Unterstützungsmaßnahmen konnte die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in der Bundesrepublik im ersten Halbjahr tatsächlich verringert werden. Jedoch drohe Deutschland lt. Creditreform eine Insolvenzwelle der Verbraucher von bisher nicht gekanntem Ausmaß, falls sich die Wirtschaft nicht schnell von dem Konjunktureinbruch erholt. Die massive Ausweitung der Kurzarbeit sowie steigende Arbeitslosenzahlen seien dafür ein Frühindikator. absatzwirtschaft.de

Bund will Funklöcher für 1.1 Milliarden Euro beseitigen
Bundesweit sollen an bis zu 5.000 Standorten Funklöcher geschlossen werden, so die Bundesregierung. Es soll bereits eine Finanzzusage des Bundes geben, eine Kofinanzierung durch Länder und Kommunen sei aber nicht vorgesehen. Die Betreiber hingegen müssten sich an den Kosten beteiligen. t3n.de

 #Investments

Makler-Startup Homeday sammelt 40 Millionen Euro
Das Berliner Proptech Homeday konnte in einer Finanzierungsrunde 40 Millionen Euro einsammeln. Axel Springer und der britische Online-Immobilienmakler Purplebricks investierten gemeinsam über das Joint Venture „Einhundertsiebte Media Vermögensverwaltungsgesellschaft”. Die Gesellschaft ist bereits seit 2018 an Homeday beteiligt. Das Startup wurde 2015 gegründet und vermittelt Immobilien ohne Makler. Diese können online bewertet werden und freiberufliche Makler*innen übernehmen dann den Verkauf des Objekts. gruenderszene.de

Lumos sammelt 1 Million Euro für den Fahrradhelm der Zukunft
Lumos hat über 1 Million Euro für den “Fahrradhelm der Zukunft” eingesammelt. Dieser umfasst neben einem Helm auch Blinklichter und eine App-Steuerung. Der Erfolg des a.g. Ultra Modells liegt wohl auch am Preis von rund 100 Euro. Schon seit einigen Jahren bietet das amerikanische Unternehmen Lumos Fahrradhelme mit futuristischen Features an. Das neueste Modell Ultra kann bei Kickstarter unterstützt werden und hat bereits 11.000 Supporter. giga.de

Erneute Investitionen in das Umzugs-Startup Movinga
Santo Venture Capital, das Family Office der Gebrüder Strüngmann, und weitere Altinvestoren haben erneut in das Berliner Umzugs-Startup Movinga investiert. Im Zuge dieser Investmentrunde übernimmt Santo Venture Capital die Mehrheit am Unternehmen. Zuvor hielt man bereits 33,2% an Movinga. Insgesamt flossen bis Ende 2018 bereits 69,2 Millionen Euro in das Startup. deutsche-startups.de

#Personalien

Politische Unterstützung für CV VC
Crypto Valley Venture Capital CV VC erhält mit dem ehemaligen Volkwirtschafts- und Wissenschaftsminister Johann Schneider-Ammann neues Engagement im Verwaltungsrat. Nachdem sich Schneider-Ammann in der Vergangenheit für die Entwicklung der Blockchain-Technologie eingesetzt hat, teilt er nun seinen Erfahrungsschatz mit dem 2018 gegründeten Zuger Startup, das in Crypto- und Blockchain-Firmen investiert. moneycab.com

Manager verlässt Tesla in China
Robin Ren verlässt nach fünf Jahren als Vice President im Bereich Business Development den Automobilhersteller Tesla. Ren war verantwortlich für die Förderung des Marktes in China und baute das erste Tesla-Werk außerhalb der USA in Shanghai in kürzester Zeit mit auf. Über die Beweggründe seines Weggangs sind kein Details bekannt. it-times.de

Österreichs E-Wirtschaft neu besetzt
Michael Strugl ist für die nächsten drei Jahre neuer Präsident von Oesterreichs Energie, Interessenvertretung der E-Wirtschaft Österreichs. Er löst damit Leonhard Schitter ab. Er sieht in seiner neuen Position vor allem das Verknüpfen von Klimaneutralität mit Konjukturaufschwung als Aufgabe. In nächster Zeit müssen sowohl Klimaziele erreicht als auch die Wirtschaftskrise vom Stv. Vorsitzenden des Vorstands der Verbund AG bewältigt werden. derbrutkasten.com

Rusterholz als neuer Advisor bei Sparbatze
Ab heute darf sich Martin C. Rusterholz neues Mitglied des Advisory Board des FinTech Startups Sparbatze nennen. Die 2018 gegründete Zürcher Plattform zur privaten Vorsorge sieht in dem früheren CEO von Media Markt eine Bereicherung für strategische und vertriebliche Fragen. moneycab.com

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